Der Abschied von Lisa Leseth-Schreiber

DSC01823Als Mutter von vier Kindern war sie sechzehn Jahre mit uns verbunden, die letzten vier Jahre als Mitarbeiterin, um an Montagen in der ersten Zeit mit Andreas und den Grossen an die Elz zu gehen, dann in der letzten Zeit, um Mervi an diesem Tag mit den vielen kleinen Kindern zu helfen, auch um immer wieder zwischendurch einzuspringen und eine wichtige Stütze für uns zu sein, nicht nur durch ihre Arbeit, sondern durch lange und gute Freundschaft. Das Malen mit leuchtenden Wasserfarben und das Plastizieren mit Ton mit den Kindern an Donnerstagen war auch die Folge ihrer eigenen künstlerischen Ausbildung und Tätigkeit. Nun folgt sie mit ihrer Familie ihrem Mann nach Kiel, der dort eine neue Arbeit begonnen hat. Und ist nun viel näher an ihrer Heimat, dem nördlichen Land Norwegen! Wenn sie das hier liest, soll sie lesen, dass wir ihr tief dankbar sind, und dass die Freundschaft nie enden möge!            WK  27. Mai 2017

Schulkinder 2017: Wilder Wald

K640_DSC01661 Vielleicht liegt es mir und meiner eigenen Kindlichkeit, dass ich immer wieder von dem Braven und allzu Schönen weg will und auch das für die Erwachsenen Wilde und nicht so Schöne mich anregt, zur Freude der Kinder. So ganz schlimm wird es ja doch nicht. So zeigt es sich beim wilden Wald. Kleine trockne Ästchen habe ich durch die Jahre immer wieder gesammelt, weil sie oft anregende Formen haben. Nun machten wir auf der kleinen runden Holzscheibe mit Knete einen Boden, in den wir die Ästchen hineinsteckten, zu aller Zufriedenheit. Das sah schon ganz schön wild aus. Nicht genug damit, Laub musste her. Wie machen wir das? Erfindung muss sein, wenn auch nicht von uns. Wolle hatten wir. Papier wurde angemalt mit grüner und anderer Wachsfarbe,  die wir dann durch kräftiges Reiben auf die Wolle übertrugen. So wurde der Wald grün, ein wenig rot und noch ein wenig wilder. Was fehlte, waren die Räuber. Die wurden dann noch mit wilden Tieren versorgt, so dass keiner mehr an der Wildheit des Waldes zweifeln konnte. Begeistert fingen die Kinder dann am Ende um die Platte zu tanzen, indem sie sangen: S´ist unseres, s´ist unseres! Sie wollten gar nicht aufhören mit dem Erleben des gemeinsam Geschaffenen. Auch das Abbauen war eine Arbeitsfreude, bei der endlich das Plastilin mit Spachteln abzukratzen war, die am Ende sich noch als helle Klanginstrumente erwiesen. Und Éva Stráma aus Ungarn war auch dabei, die bei Werner lernt, wie es in der Wernerwerkstatt zugeht. Und die Kinder grüßen sie sogar in ihrer Sprache und sagen: Jó nápot! Guten Tag!

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Schulkinder 2017: Besuch in der Orgelwerkstattvon Achim Schneider

DSC01790 Spiel und Arbeit gehören zusammen, denn das Spiel des Kindes ist seine Lebensarbeit seelisch geistig und auch leiblich. Deshalb ist es wichtig, dass sinnvolle und echte, produktive Arbeit in der Nähe von spielenden Kindern, gleichsam als Vorbild, geschieht. So wollen und sollen die Kinder auch Arbeitsstätten kennenlernen. Bei uns in der Nähe ist die schöne Werkstatt des Orgelbauers Achim Schneider. Sie besuchten wir mit den Kindern der Wernerwerkstatt, die jetzt in die Schule kommen. Achim zeigte uns das Innenleben kleiner selbst gebauter Orgeln, das doch so fein und kompliziert ist, das wir nur staunen konnten, auch wenn wir nicht alles verstanden. Am lustigsten war eine kleine, über zweihundert Jahre alte Orgel, die, wir Achim uns hören lies, Vogelstimmen erzeugte. Sehr zufrieden gingen wir von dieser Werkstatt zu Fuß unseren Weg zurück zu unserer Werkstatt und fanden unterwegs noch manche schönen Kieselsteine.

Aus der Werner-Werkstatt: Malen mit dem, was andere Schmutz nennen.

DSC01849Die Kinder lieben den Schmutz. Warum? Weil er etwas Ursprüngliches und Vielfältiges, etwas hat von Chaos, Anfang und dem Schöpferischen. Also fangen wir an und bereiten damit Substanzen zu aus Lehm, Ziegelmehl, Kaffesatz, Asche, Sand, Muschelresten, Holzkohle und allerlei Erden, die wir gerade irgendwo finden, zerkleinern mit dem Mörser, durchsieben, mischen mit Wasser und etwas Holzleim. Und siehe, beim Malen damit werden Farbigkeiten sichtbar. Guck! Da ist rötlich, lila, das Schwarz sieht ganz blau aus und so weiter. Bild nach Bild entsteht auf Sperrholzresten mit zufälligen Formen, etwas Goldfarbe veredelt alles noch, manchmal vorher eine Grundierung mit weißer Farbe aus Wiener Kalk, die die Farben durchleuchtet. Dann sorgfältig und selbständig ausgewogen kombiniert und festgeleimt auf Platten: die Ausstellung ist fertig!  Manches, was man von Erwachsenen als Kunst so sieht, ist nicht besser, eher umgekehrt. Und dabei wollten wir doch nur mit dem malen, was Erwachsene Schmutz nennen! Zum Schluss darf sich jeder selber noch drei Farben in Gläschen mischen, die dann, wie auch die Bilder später, mit nachhause genommen werden.

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Aus der Werner-Werkstatt: Werfen, Zielen und Schießen

K640_IMG_2156Was bei den Kindern im Spiel als Interesse vorhanden ist, wollen sie gerne steigern und Anregung dazu bekommen, so auch zum  Werfen, Zielen, Schießen. Also fangen wir mit Wurfbällen an. Eine Holzkugel wird mit Wollefilz überzogen, die dann angemalt wird. Durch das Loch wird ein Band gezogen, an dem der Ball dann schwingend in einen Korb zu werfen ist, was dann nach einiger Übung gelingt. Weiter geht’s mit einem Gummiring, der auf einen Wolleball geschossen wird, der dann von seinem Stab herunterfallen soll. Auch das gelingt allen bald. Das nächste ist ein Holzklötzchen mit zwei Nägeln, ein Gummi wird drauf gespannt. Und schon hat man mit einem Pfeil aus Schilfrohr ein Schiessgerät, das weit trägt. Endlich kommt die Armbrust zum Einsatz! Zuerst ist durch einen aufgehängten Ring zu schießen, dann auf eine Glocke darin und schließlich zur Meisterschaft auf großen schwarzen Eisengong, wo die vorgezeichnete Mitte zu treffen ist. Der Gong ertönt, die Prüfung ist, letztlich von allen, bestanden! Die Kleinen dürfen zuschauen auf dem Hof.

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Anmeldesamstag 2017 im Bienenkorb

Am 28. Januar 2017 bietet der Kindergarten Bienenkorb zwischen 10 und 13 Uhr einen Informations- und Anmeldetag  an.

Alle interessierten Eltern sind herzlich willkommen, unseren Kindergarten zu besuchen, etwas über unsere pädagogischen Konzepte zu erfahren und mit uns ins Gespräch zu kommen.

Sie finden uns in der Hauptstr. 19 im Rückgebäude des ehemaligen Gasthauses Sonne.
Wir freuen uns auf Sie!

Mervi Mansikkala und Andreas Butz

Bauernhoftag

Einmal im Monat dürfen die Kinder den Schätzlehof in Biederbach im Elztal besuchen. Die Freude darauf ist immer groß, denn kein Bauernhoftag gleicht dem anderen.

Je nach Jahreszeit und Witterung verbringen die Kinder den Vormittag mit den Kühen im warmen Stall, füttern sie, springen von oben mutig ins Heu, helfen, die Kühe auf die Weide zu treiben, beim Zäunebau und bei anderen anfallenden Arbeiten. Danach schmeckt das Vesper besonders gut. Im Sommer darf eine Abkühlung am Brunnen natürlich nicht fehlen. Auch das Johannifest wird dort auf der Wiese und am Bach gefeiert mit den Eltern zusammen.