Kategorie-Archiv: Allgemein

Aus der Werner-Werkstatt: Malen mit dem, was andere Schmutz nennen.

DSC01849Die Kinder lieben den Schmutz. Warum? Weil er etwas Ursprüngliches und Vielfältiges, etwas hat von Chaos, Anfang und dem Schöpferischen. Also fangen wir an und bereiten damit Substanzen zu aus Lehm, Ziegelmehl, Kaffesatz, Asche, Sand, Muschelresten, Holzkohle und allerlei Erden, die wir gerade irgendwo finden, zerkleinern mit dem Mörser, durchsieben, mischen mit Wasser und etwas Holzleim. Und siehe, beim Malen damit werden Farbigkeiten sichtbar. Guck! Da ist rötlich, lila, das Schwarz sieht ganz blau aus und so weiter. Bild nach Bild entsteht auf Sperrholzresten mit zufälligen Formen, etwas Goldfarbe veredelt alles noch, manchmal vorher eine Grundierung mit weißer Farbe aus Wiener Kalk, die die Farben durchleuchtet. Dann sorgfältig und selbständig ausgewogen kombiniert und festgeleimt auf Platten: die Ausstellung ist fertig!  Manches, was man von Erwachsenen als Kunst so sieht, ist nicht besser, eher umgekehrt. Und dabei wollten wir doch nur mit dem malen, was Erwachsene Schmutz nennen! Zum Schluss darf sich jeder selber noch drei Farben in Gläschen mischen, die dann, wie auch die Bilder später, mit nachhause genommen werden.

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Aus der Werner-Werkstatt: Werfen, Zielen und Schießen

K640_IMG_2156Was bei den Kindern im Spiel als Interesse vorhanden ist, wollen sie gerne steigern und Anregung dazu bekommen, so auch zum  Werfen, Zielen, Schießen. Also fangen wir mit Wurfbällen an. Eine Holzkugel wird mit Wollefilz überzogen, die dann angemalt wird. Durch das Loch wird ein Band gezogen, an dem der Ball dann schwingend in einen Korb zu werfen ist, was dann nach einiger Übung gelingt. Weiter geht’s mit einem Gummiring, der auf einen Wolleball geschossen wird, der dann von seinem Stab herunterfallen soll. Auch das gelingt allen bald. Das nächste ist ein Holzklötzchen mit zwei Nägeln, ein Gummi wird drauf gespannt. Und schon hat man mit einem Pfeil aus Schilfrohr ein Schiessgerät, das weit trägt. Endlich kommt die Armbrust zum Einsatz! Zuerst ist durch einen aufgehängten Ring zu schießen, dann auf eine Glocke darin und schließlich zur Meisterschaft auf großen schwarzen Eisengong, wo die vorgezeichnete Mitte zu treffen ist. Der Gong ertönt, die Prüfung ist, letztlich von allen, bestanden! Die Kleinen dürfen zuschauen auf dem Hof.

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Anmeldesamstag 2017 im Bienenkorb

Am 28. Januar 2017 bietet der Kindergarten Bienenkorb zwischen 10 und 13 Uhr einen Informations- und Anmeldetag  an.

Alle interessierten Eltern sind herzlich willkommen, unseren Kindergarten zu besuchen, etwas über unsere pädagogischen Konzepte zu erfahren und mit uns ins Gespräch zu kommen.

Sie finden uns in der Hauptstr. 19 im Rückgebäude des ehemaligen Gasthauses Sonne.
Wir freuen uns auf Sie!

Mervi Mansikkala und Andreas Butz

Bauernhoftag

Einmal im Monat dürfen die Kinder den Schätzlehof in Biederbach im Elztal besuchen. Die Freude darauf ist immer groß, denn kein Bauernhoftag gleicht dem anderen.

Je nach Jahreszeit und Witterung verbringen die Kinder den Vormittag mit den Kühen im warmen Stall, füttern sie, springen von oben mutig ins Heu, helfen, die Kühe auf die Weide zu treiben, beim Zäunebau und bei anderen anfallenden Arbeiten. Danach schmeckt das Vesper besonders gut. Im Sommer darf eine Abkühlung am Brunnen natürlich nicht fehlen. Auch das Johannifest wird dort auf der Wiese und am Bach gefeiert mit den Eltern zusammen.

Kindergartenabschluss

Schließlich erfolgte der Abschluss dieses Kindergartenjahres mit den acht „Werkstattkindern“, von denen jetzt vier in die Schule kommen, um noch einmal mit den anderen zusammen einige lustige Proben zu bestehen und dann „erhöht und gekrönt“ zu werden. Leider war die liebe Esther krank, so dass der Könige nur einer und der Königinnen nur zwei waren. Das kleine Publikum verfolgte aufmerksam das Geschehen, in der Hoffnung, später auch einmal zu den Grossen der Wernerwerkstatt zu gehören.

Eindrücke aus dem Kindergarten

Jetzt gegen Ende des Kindergartenjahres, wo die Schulkinder uns leider verlassen, kommt noch einmal vieles zusammen. Nach der Knotenmeisterschaft haben wir die Stockmeisterschaft erlangt, dass heißt alle älteren, die Werkstatt-Kinder, können gute Stöcke schnitzen, sogar nach Regeln mit ihnen kämpfen und sie zum Klingen bringen.

Auch mit anderen Instrumenten machen wir Versuche im musikalischen Zusammenwirken.

Dann waren wir auf dem Kandel, unserem Hausberg, wo sich zeigte, dass alle, die dabei waren, ausgezeichnet klettern konnten. Nur beim Abstieg brauchten wir ein Seil.

Durch das Jahr hindurch war das Arbeiten mit Gips sehr beliebt. Wir machten Abdrücke und Abgüsse aller Art, wo Handwerk und auch die Kunst aus dem kindlichen Spiel auftauchten.

Lustig ist auch das Entstehen eines schönen Wirbels auf einem Tuch, wenn man den Drehsprung wagt.

Täglich wird auch zusammen gefrühstückt, das gehört dazu.

Nina, die bei uns ein kurzes Praktikum gemacht hat, hat mit ihren Zirkus-Erfahrungen die Kinder begeistert, wie man sehen kann.

Stockmeisterwerkstatt

Nach der Knotenmeisterzeit kommt die Arbeit mit Messer und Stock. Die Kinder haben schon immer mit diesen guten schwedischen Messern geschnitzt. Nun sollen (und wollen!) die Älteren Stockmeister werden.

Spiel, Arbeit und handgreifliches Lernen gehören in diesem Alter zusammen. Der Umgang mit richtigen Messern ist dann gefahrlos, wenn man den Kindern das richtige Schnitzen vormacht. Dass dann mit den Stöcken, gekämpft wird, die wir mit Wachsfarben und Öl gefärbt haben, damit man sie unterscheiden kann, gehört zur Sache. Auch da gelten Regeln, die gerne eingehalten werden, wie überhaupt Kinder in diesem Alter geborene Handwerker sind, die sich nach handwerklichen Notwendigkeiten richten.

Nicht der Erzieher erzieht dann, sondern die Gesetzmäßigkeiten von Material und Werkzeug. Die Stöcke so zu legen, dass daraus so etwas wie Bauten entsteht, liegt den Kindern, die dann interessiert verschiedene Standpunkte einnehmen, um zu sehen, was die anderen schön und interessant finden. Und ohne Humor geht hier überhaupt gar nichts.

Knotenmeister-Werkstatt

Nicht nur, aber auch Kinder lieben es, Schnüre und Seile zu verknoten. Sie üben ihre Geschicklichkeit und praktische Intelligenz im Spiel. So entstand kurzerhand eine gemeinsame Werkstatt, in der man Knotenmeister werden konnte. Einfache Knoten, Knoten mit einer Hand, mit geschlossenen Augen und hinter dem Rücken, Knoten sitzend und sogar stehend mit den Füssen und dann sogar wieder auflösen, einen Brillenknoten mit linker und rechter Hand gleichzeitig, Fingerhäkeln, Flechten, mit den Schnüren zusammen auf der kretischen Labyrinthplatte einen Stern und einen Wirbel bilden – alles mit wunderbaren Schwarzwälder Uhrenschnüren aus Elzach.

Nach bestandenen Proben (alle sechs grossen Kinder konnten alles prima und rasch, natürlich auch der Werner, so kindlich ist auch er, als Vorbild) geschah die Erhöhung von jedem einzelnen mit unserem neuen Flaschenzug, an dem sonst die Beutel hochgezogen werden mit allen wertvollen Produkten aus der ständigen Werner-Werkstatt.

Die Bienen vom Bienenkorb

Endlich, nach allen Jahren hat der Kindergarten Bienenkorb nicht nur Kinder-Bienen, sondern echte Bienen in einem neuen Kasten aus Weymuth-Kiefernholz, das sehr beständig ist.
Andreas Butz hat einen Imkerkurs besucht, wir kennen andere Kindergärten, die Erfahrung mit Kindern und Bienen haben, die Kinder freuen sich und zeigen interessierten Respekt.
Die Bienen sind am Summen und Sammeln und lassen sich nicht daran stören. So hoffen wir auf eine süße Ernte im nächsten Jahr.

Kuchenverkauf auf dem Marktplatz

Schönstes Frühlingswetter begrüßte uns am Ostersamstag auf dem Marktplatz zum alljährlichen Kuchenverkauf. Der Verkaufsstand wird von den Eltern des Kindergartens organisiert, um eine besondere Anschaffung für den Kindergarten zu finanzieren.

Neben selbst gebackenen Kuchen, Torten und Osterlämmern wurden auch frühlingshafte Blumengestecke und mit Naturfarben gefärbte Ostereier verkauft.